Seit 2008 halten die Hertener Stadtwerke mit dem „Bündnis für den Sport in Herten“ den lokalen Vereinsnachwuchs spürbar in Bewegung. 2026 unterstützen sie in 35 Klubs mit einer summe von rund 26.000 Euro, dass Kinder und Jugendliche Sport treiben können und hierbei gefördert werden.
Das Hertener Sport-Bündnis aus Hertener Stadt werken, Stadt Herten und Stadtsportverband fördert jedes jugendliche Vereinsmitglied bis 17 Jahre mit fünf Euro pro Jahr. Zudem unterstützen die Stadtwerke die allgemeine Arbeit des Stadtsportverbands jährlich mit 10.000 Euro. „Die Hertener Stadtwerke gehören den Bürgerinnen und Bürgern von Herten“, sagt Geschäftsführer Thorsten Rattmann. „Daher ist uns die Nachwuchsförderung in Sportvereinen eine Herzensangelegenheit.“ Wir stellen Menschen vor, die vom Stadtwerke-Engagement profitieren – und zeigen, wie viel Glück in Teamgeist und Training steckt: Training. Sechsmal pro Woche, mindestens zwei Stunden. Klingt hart, aber John ist zufrieden. Der Oberstufenschüler steht in Badehose und Haube am Beckenrand und will nur eins: rein ins Wasser, gerne sofort. Bald stehen Langstreckenwettkämpfe in Gladbeck an: 400, 800, 1.500 Meter.
Johns Team des SV TuS 1925 Herten will abliefern. Im Sportbad Westerholt heißt das: fünf Kilometer abspulen. Bahn um Bahn. Kopf runter, Rhythmus an. Seit zehn Jahren schwimmt John im Verein. Angesteckt hat ihn seine Oma – selbst Leistungsschwimmerin – schon im Vorschulalter. Die Begeisterung ist bis heute ungebrochen. Trotzdem gibt’s ein Leben an Land: Freunde, Führerschein. „Ich bin einfach gut organisiert“, sagt er. Organisiert ist auch Trainer Flo. Er studiert in Düsseldorf und pendelt fürs Training in die Heimatstadt. Klingt verrückt, klappt aber gut. Ob Schwimmen sein Leben ist? „Nein.“ Sein Leben ist der Verein. Ende März geht’s ins Trainingslager nach Zypern: Hotel, Olympiabecken, zwölf Tage harte Arbeit – und genau darauf freuen sich Flo und John schon jetzt.
Turnen mit Turbo
Über 25 Jungen und Mädchen zwischen einem und drei Jahren wuseln gut gelaunt durch die Glückauf-Sporthalle in Bertlich – und die Eltern wirken dabei erstaunlich entspannt. Kein Wunder: Überall liegen Matten zum Hüpfen, Bälle und Hula-Hoop-Reifen zum Spielen, dazu Sprungkästen und Turnbänke fürs Balancieren. Beim SuS Bertlich – SuS steht für Spiel und Sport – treffen sich dienstags regelmäßig die Eltern-Kind-Gruppen. Mittendrin: die 28-jährige Michelle mit ihrer zweieinhalbjährigen Tochter Cleo. „Ein echtes Bewegungskind“, sagt sie – immer in Action, immer Lust auf Sport. Das passt zur Familie: Mama reitet gern, Papa Marius spielt Padel-Tennis. Und Cleo? Die rennt, hüpft und klettert, als hätte sie einen Turbolader eingebaut. Beim Singen, Klatschen und Stampfen ist sie genauso begeistert dabei. Mama macht natürlich mit.
Heute stehen Lieder wie „Taubenhaus“ und „Zipfelmütze“ auf dem Programm, inklusive der passenden Gesten. Cleo geht offen und fröhlich auf die anderen Kinder zu. Michelle hat das Gefühl, dass ihre Tochter seit dem Eltern-Kind-Turnen noch einmal deutlich an Selbstvertrauen gewonnen hat. Die drei sind aber nicht nur dienstags in der Halle: Sie besuchen auch die Vereinsfeste und die Straßenläufe. Denn dem SuS Bertlich ist Michelle seit ihrer Kindheit verbunden – sie hat hier selbst geturnt. Und Cleos Oma Kerstin leitet heute sogar die Eltern-Kind-Gruppen. Eine Familie, die im Verein zu Hause ist – immer in Bewegung.