Zum Inhalt springen
Privat

Bislang etwa 1.700 Personen geimpft

Lesedauer: ca. 3 Min. | Text: Jonas Alder


Diesen Termin ließen sich die wenigsten auch bei verschneiten Straßen und Winterwetter entgehen: Das Impfzentrum des Kreises Recklinghausen hat am Montag den Betrieb aufgenommen, Landrat Bodo Klimpel sprach von einem „wichtigen Schritt in der Bekämpfung der Pandemie.“. Am ersten Tag sind von den 399 Personen mit Impftermin 333 Menschen aus dem Kreis gekommen, um ihre Impfung zu erhalten. Das Land hatte am Sonntag entschieden, dass diejenigen, die am Montag aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht ins Impfzentrum kommen können, den Termin einen Tag später, also am Dienstag, wahrnehmen können. Insgesamt sind bereits etwa 1.700 Personen geimpft worden.

„Wir sind alles in allem mit dem Start trotz Schnee und einem Fehler in der Terminbuchung zufrieden“, sagt Lena Heimers von der Öffentlichkeitsarbeit des Kreises Recklinghausen. Die Abläufe im Impfzentrum seien rund, im Bereich vor dem Einlass musste nachgesteuert werden, um Wartezeiten im Freien zu verkürzen.

Beim Weg zum Impfzentrum gibt es im Kreis an vielen Stellen Unterstützung: In Marl etwa bieten in einer konzertierten Aktion die Stadt Marl, Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbände und Vereine den Marler Seniorinnen und Senioren ab 80 Jahren kostenfreie Fahrten zum Impfzentrum in Recklinghausen an. Fahrtenwünsche werden unter einer städtischen Rufnummer angenommen und an ehrenamtlich engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Einrichtungen vermittelt. „Mit dem Angebot zeigen wir den älteren Menschen in unserer Stadt, dass die kommunale Gemeinschaft für sie da ist, wenn sie Hilfe benötigen“, so Bürgermeister Werner Arndt, der die Initiative zu der Aktion ergriffen hatte. Wer in anderen Städten helfen will, für den kann sich ein Blick in die sozialen Netzwerke lohnen: In vielen lokalen Facebook-Gruppen lassen sich Hilfsangebote einstellen.

Teilweise lassen sich Fahrtkosten erstatten


Der Kreis Recklinghausen macht zudem darauf aufmerksam, dass sich unter bestimmten Voraussetzungen Personen mit Mobilitätseinschränkungen die Kosten für die Fahrt zum Impfzentrum erstatten lassen können. Grundlage dazu sei ein Pflegegrad 3 bis 5 oder eine Schwerbehinderung. „Bei Pflegegrad 3 ist zusätzliche Voraussetzung, dass dauerhafte Mobilitätseinschränkungen vorliegen, die eine eigene Anreise zum Beispiel per Bus ausschließen. Bei einer Schwerbehinderung sind die Merkzeichen aG, Bl oder H entscheidend“, erklärt Heike Rommler vom Beratungs- und Infocenter Pflege, kurz BIP, des Kreises Recklinghausen.

 

Weitere Tipps

Wer einen Termin im Impfzentrum hat, werde gebeten, zeitlich passend zu dem Termin zu kommen. „Wir haben es am ersten Tag erlebt, dass die Menschen zum Teil mehr als eine Stunde vor dem eigentlichen Termin da waren. Das sorgt für Rückstau und für lange Wartezeiten bei allen Beteiligten“, sagt Peter Wernitz, einer der organisatorischen Leiter des Impfzentrums. Er weist darauf hin: „Es ist genügend Impfstoff für jeden da, der an dem Tag einen Termin hat.“

Wer zur Impfung kommt, solle für den Aufenthalt im Impfzentrum etwa eine Stunde Zeit einplanen und sich darauf einstellen, dass insgesamt sechs Stationen mit einer Gesamtstrecke von 350 Metern absolviert werden müssen. „Das ist etwa so, als würde man um einen Fußballplatz laufen“, sagt Peter Wernitz. „Wir bekommen immer wieder Anfragen zu Liegendtransporten. Diese Personengruppe können wir im Impfzentrum allerdings nicht versorgen, das ist bei der vom Land vorgesehenen Struktur für einen Betrieb mit bis zu 2.000 Impfungen pro Tag nicht möglich.“

Termine können für diejenigen, die dazu per Brief aufgerufen wurden, telefonisch oder im Internet vereinbart werden.

Im Impfzentrum und auf dem gesamten Gelände gelten selbstverständlich die Regeln der Coronaschutzverordnung: Alle Besucherinnen und Besucher sind angehalten, sowohl die Maskenpflicht als auch die Abstände zu anderen Besuchern einzuhalten. In den nächsten Tagen werde der Wachdienst verstärkt auf die Einhaltung der Mindestabstände achten.

Zahlreiche weitere Informationen und Antworten zu häufig gestellten Fragen (z.B. Wie kann man einen Termin vereinbaren? Was muss ich zur Impfung mitbringen?) hat der Kreis Recklinghausen im Internet zusammengefasst: www.kreis-re.de/impfzentrum

Termine können für diejenigen, die dazu per Brief aufgerufen wurden, telefonisch oder im Internet vereinbart werden.(https://www.impfterminservice.de/impftermine oder (0800) 116 117 02)
Artikel teilen:

Mehr aus Ihrem Vest: