Der Bürgerpreis der Stadt Herten ist im Schloss Herten vergeben worden.
In festlich-fröhlicher Atmosphäre ist am Dienstag, 21. April, im Schloss Herten der Bürgerpreis 2025 der Stadt Herten verliehen worden. Ein stimmungsvolles Abendprogramm mit bewegenden Reden, klassischer Musik und kulinarischer Begleitung bildete den würdigen Rahmen für die Auszeichnung engagierter Bürgerinnen und Bürger.
In seiner Eröffnungsrede betonte Bürgermeister Fred Toplak die besondere Bedeutung des Ehrenamts: „Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit. Es bedeutet, Zeit zu schenken, Kraft einzusetzen und Herz zu zeigen – ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Es schafft Nähe, Vertrauen und Zusammenhalt.“ Wie vielfältig bürgerschaftliches Engagement in Herten ist, zeigte sich bei den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträgern:
Bodo Ladwig wurde für sein herausragendes Engagement im Stadtteil Bertlich geehrt. Mit großem Einsatz organisiert er gemeinsam mit seinem Team die „Bertlicher Straßenläufe“ und sorgt Jahr für Jahr dafür, dass im wahrsten Sinne des Wortes alles nach Plan „läuft“. Außerdem bringt sich Ladwig aktiv im Vorstand der Siedlergemeinschaft ein, ebenso engagiert er sich seit vielen Jahren im Gebietsbeirat. So trägt er dazu bei, dass Bertlich ein Stadtteil ist, in dem Zusammenhalt spürbar ist und in dem sich Menschen zuhause fühlen können.
Tina Klimek engagiert sich für Hertenerinnen und Hertener aller Generationen. Ihr Ziel ist es, Zusammenhalt zu fördern und dafür zu sorgen, dass sich niemand einsam fühlt oder allein gelassen wird. Bei der Tafel und im Projekt „brotZeit“ sorgt sie für die Versorgung von Kindern und Bedürftigen. Mit der „Freizeitgruppe Westerholt 60+“ hat sie zudem ein Angebot für Ältere geschaffen, das gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge ermöglicht. Auch das Frühlingsfest auf der Zeche Westerholt organisierte sie. Neben alldem ist Klimek auch noch im Seniorenbeirat aktiv. Für ihren Einsatz für die Menschen in Herten wurde sie nun mit dem Bürgerpreis geehrt.
Andrea Viermann zählt zu den Menschen, die nicht im Mittelpunkt stehen möchten und deshalb lieber im Stillen arbeiten – auch in ihrer Freizeit. Seit 2009 ist sie der kreative Kopf hinter dem Früchteteppich in der Pfarreikirche St. Maria Heimsuchung in der Gemeinde St. Martinus in Herten-Langenbochum. Was Andrea Viermann und ihr Team jedes Jahr aufs Neue entstehen lassen, ist mehr als ein kunstvoll gestalteter Teppich aus Früchten, Samen und Naturmaterialien. Es sind Bilder, die Geschichten erzählen, die dazu einladen, innezuhalten und nachzudenken und die Menschen zusammenbringen sollen. Für ihr Engagement, in das sie viel Herz und Zeit investiert, erhält Andrea Viermann den Bürgerpreis.
Hinter manchem Engagement steht eine ganze Familie – so wie bei Familie Wolter, die den Bürgerpreis erhält. Bernhard, Monika, Daniel und Thomas Wolter engagieren sich im Handballverein SV Westerholt als Vorstand. Sie unterstützen und helfen sowohl im Vorder- als auch im Hintergrund und sind bei allen Aufgaben zur Stelle, die ein lebendiger Spielbetrieb mit sich bringt. Ihr Engagement geht aber über den sportlichen Bereich hinaus. Sie schaffen Gemeinschaft, fördern Teamgeist, Fairness und Zusammenhalt und tragen so dazu bei, dass der Verein und das Miteinander vor Ort lebendig bleiben.
Die Laudationen hielten Bürgermeister Fred Toplak sowie die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Claudia van Hal Buschhausen, Daniela Müscher und Silvia Godde. Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Toplak allen Beteiligten, darunter der Musikschule Herten für die musikalische Gestaltung und dem Organisationsteam sowie allen ehrenamtlich Engagierten in Herten: „Sich zu kümmern macht unsere Stadt menschlicher, wärmer und lebenswerter.“