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Christian Kuck

Genau hinschauen!

Lesedauer: ca. 1 Min. | Text: Jonas Alder

Titelfoto: CHRISTIAN KUCK // WWW.KUCK.INFO


Überraschend anders sind einige der Berufe, die es bei unseren Herausgebern gibt.

Zwei Menschen gewähren Einblicke in ungewöhnliche Arbeitswelten.

Hier braucht’s Fingerspitzengefühl

Auf den ersten Blick sieht es an Arnold Böings Arbeitsplatz aus wie in der industriellen Fertigung – was so unrichtig nicht ist. „Besucher staunen oft über unseren Maschinenpark und welche anspruchsvollen Arbeiten wir umsetzen“, sagt der gelernte Maschinenbautechniker. Er ist Mitarbeiter in der Metallwerkstatt, die die Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen in Recklinghausen-Süd betreibt. Hier arbeiten unter dem Dach der Recklinghäuser Werkstätten rund 500 Menschen mit Behinderungen und liefern erstklassige Produkte ab, denn sämtliche der elf Diakonie-Werkstätten im Kreis sind nach Industrienorm zertifiziert. Beim Drehen, Sägen, Bohren, Schweißen und natürlich der Pro­grammierung der CNC-Fräsen gehe es „um hundertstel Millimeter Genauigkeit“. Das Berufsprofil des 54-Jährigen ist eines von vielen, das scheinbar ungewöhnlich für ein soziales Dienstleistungsunternehmen ist. Doch bei der Vielfalt an Aufgaben setzt die Diakonie auch bei den Mitarbeitern auf eine Vielfalt an Ausbildungen, Fertigkeiten und Talenten: mit Medientechnologen, Architekten oder einer Videojournalistin etwa.

Nicht nur alles auf eine Karte setzen

Christiane Scheimann HSW
Christiane Scheimann HSW | Foto: CHRISTIAN KUCK

Christina Scheimann ist seit fünf Jahren bei den Hertener Stadtwerken. Hier hat sie auch ihre dreijährige Ausbildung zur Geomatikerin absolviert. Mit sieben Kolleginnen und Kollegen arbeitet sie im GDV/GIS-Zentrum, kurz für Graphische Datenverarbeitung und Geographisches-Informations-Zentrum. Ein alles andere als gewöhnlicher Tätigkeits­bereich: „Es gibt dafür nur zwei Berufsschulklassen in ganz Nordrhein-Westfalen“, sagt Christina Scheimann. Während der Ausbildung erwarten einen „ganz viel Mathe und Informatik. Man sollte auf jeden Fall technikaffin sein, sonst funktioniert das nicht“, sagt die Recklinghäuserin. Mittlerweile kennt sie sich in Herten besser aus als in ihrer Heimatstadt. Kein Wunder: Bei der Erfassung von Geodaten für die Hertener Stadtwerke und die Stadt Herten ist sie viel unterwegs. Auch auf Baustellen, wo der Frauenanteil häufig immer noch gering ist – und die 25-Jährige gelegentlich für eine Praktikantin gehalten wird. Doch auch diese Termine meistert die Stadtwerkerin selbstbewusst: „Das schaff‘ ich.“

 

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