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Große Fortschritte an neuer Fernwärme-Übergabestation
Foto: Hertener Stadtwerke

Große Fortschritte an neuer Fernwärme-Übergabestation

Lesedauer: ca. 1 Min. | Text: _Redaktion _RDN

Noch führen einige der großen, roten Rohre ins Nichts. Doch auf den detaillierten Bauplänen ist zentimetergenau vermerkt, wo in der neuen Fernwärme-Übergabestation der Hertener Stadtwerke bald alle Leitungen ihren Platz und Verwendungszweck finden.

Damit zukünftig die Haushalte des Mühlenviertels mit lokaler Fernwärme versorgt werden können, wird derzeit im Inneren des gut zehn Meter hohen Gebäudes an der Schlägel-und-Eisen-Straße emsig gearbeitet. Während heißer Sommertage ist dies sogar ganz angenehm. „Im Dach ist bereits eine dicke Isolierschicht verbaut“, sagt Netzmeister Matthias Giese. Diese soll später dafür sorgen, dass möglichst wenig Wärme aus der Station nach außen verloren geht. „Muckelig warm“ werde es aber im Vollbetrieb, prognostiziert Projektkoordinator Heinz Niehoff.

Denn dann strömt das heiße Wasser der Fernwärmetransportleitung mit bis zu 135 Grad Celsius in die Übergabestation, um dann in das 1,1 Kilometer lange Leitungsnetz des Mühlenviertels und weiter in die Häuser verteilt zu werden. Mit immer noch mehr als 50 Grad Temperatur läuft es anschließend zurück – und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Doch die Übergabestation übernimmt dank vieler Bauteile noch weitere Aufgaben: So durchläuft das Heißwasser dort auch Schlamm- und Schmutzfilter, Wärmeübertrager sowie Mess – und Zähleinrichtungen, ehe es durch drei große Umwälzpumpen weiterverteilt wird. Ebenso wird ein großer Pufferspeicher als zusätzliche Wärmereserve angeschlossen.

Noch im August wird die Fassade mit Holzlamellen verkleidet und damit ähnlich gestaltet wie bereits einige Nahwärme-Stationen im Hertener Stadtgebiet. Anschließend verschwindet mit dem Abbau des Gerüstes auch Stück für Stück der Baustellencharakter, denn die weiteren Arbeiten – etwa die Installation der Steuerungstechnik – finden überwiegend im Inneren statt. „Die Arbeiten laufen nach Plan“, sagt Heinz Niehoff dazu, “und sollen im kommenden Frühjahr komplett abgeschlossen werden.“

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