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NRW-Wirtschaftsminister besucht Hertener Anwenderzentrum für Wasserstoff
Foto: Stadt Herten

NRW-Wirtschaftsminister besucht Hertener Anwenderzentrum für Wasserstoff

Lesedauer: ca. 2 Min. | Text: RDN Verlag

Neue Betankung an Wasserstofftankstelle ab sofort möglich.

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, besuchte Ende März ausgewählte Standorte, die in NRW für die Entwicklung der Wasserstofftechnologie stehen. Darunter auch das Wasserstoff-Anwenderzentrum in Herten. Vor Ort begrüßte ihn eine Delegation bestehend aus Landrat Bodo Klimpel, Bürgermeister Matthias Müller und Volker Lindner, Vorsitzender des h2-netzwerk-ruhr e.V.

Der Besuch galt dem h2-netzwerk-ruhr und der Wasserstoffkoordination der WiN Emscher Lippe GmbH. "Wir sind die führende Wasserstoff-Region in Nordrhein-Westfalen. Mit der im Juni 2020 beschlossenen Wasserstoffstrategie möchten wir diese Position weiter stärken", so Landrat Bodo Klimpel. "Herten setzt mittlerweile seit mehr als 20 Jahren auf das Thema Wasserstoff", so Bürgermeister Müller, "allerdings gehen wir diesen Weg nicht allein, sondern im regionalen Verbund der Emscher-Lippe-Region und als Mitglied des h2-netzwerk-ruhr e.V." Dieses Netzwerk besteht aus verschiedenen Unternehmen, Städten und Hochschulen – mittlerweile sind es 55 Mitglieder.

Wasserstoff für Innovation

Auf seiner Wasserstofftour besichtigte NRW-Minister Pinkwart neben dem Anwenderzentrum in Herten den Chempark Dormagen, das Müllheizkraftwerk Wuppertal, das Zentrum für Brennstoffzellentechnologie in Duisburg und die Anleg GmbH in Wesel. Er zeigte sich beeindruckt vom Hertener Engagement: "Erfolg ist, wenn Glück auf Vorbereitung trifft und Sie sind gut vorbereitet."

"Wir haben die Chance, der Wasserstoffstandort Nummer Eins in Europa zu werden. Zahlreiche innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten schon heute an Lösungen für eine zukünftige Wasserstoffwirtschaft", erklärte Minister Pinkwart über Vorhaben der NRW-Landesregierung, "Mit der Wasserstoff-Roadmap wollen wir Unternehmen in Nordrhein-Westfalen ermutigen, ihre Energie jetzt noch stärker auf diese innovative und klimafreundliche Technologie auszurichten."

Im gemeinsamen Gespräch warb Volker Lindner, Vorsitzender des h2-netzwerk-ruhr, um die Unterstützung beim "Wasserstofflabor Ruhr", einem Demonstrations- und Betriebsforschungszentrum, das die Weiterentwicklung der Region vorantreiben soll.

Pünktlich zum Besuch des Ministers konnte die Delegation gute Neuigkeiten verkünden. Am gleichen Tag wurde die Umrüstung der Wasserstofftankstelle auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Ewald in Herten durch die TÜV-Abnahme abgeschlossen. Neben einer Betankung von Pkw mit 700 bar ist nun auch eine Betankung von Schwerlastfahrzeugen mit 350 bar möglich.

Hintergrund

Wasserstoff ist für die Landesregierung ein zentrales Element zur Erreichung der Klimaschutzziele und für die Modernisierung des Wirtschafts- und Energiestandorts Nordrhein-Westfalen. Wasserstoff kann in der Industrie eingesetzt werden, um zum Beispiel Stahl, Glas oder Dünger klimaneutral herzustellen. 240 Kilometer Wasserstoffleitungen sind bereits in NRW vorhanden. Unter anderem sollen 2030 bereits 11.000 Wasserstoff-LKW fahren. Das Land arbeitet intensiv am Markthochlauf von Tankstellen und LKW mit Wasserstoff und fördert auch Kommunen und Regionen beim Aufbau ihrer Wasserstoffinfrastruktur.

Info
Stadt Herten

Kurt-Schumacher-Straße 2
45699 Herten

www.herten.de

h2-netzwerk-ruhr e. V.

Doncaster-Platz 5-7
45699 Herten

https://h2-netzwerk-ruhr.de/

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