Hertener Stadtwerke erfüllen gesetzliche Ausbauquote – rund 1.250 intelligente Messsysteme installiert. Damit wächst zugleich die technische Grundlage für ein modernes Stromnetz, das künftig stärker auf neue Verbrauchsformen wie Wärmepumpen, Wallboxen und Batteriespeicher reagieren kann.
Einen wichtigen gesetzlichen Meilenstein haben die Hertener Stadtwerke erreicht. Bis Ende 2025 mussten mindestens 20 Prozent der entsprechenden Pflichteinbaufälle mit intelligenten Messsystemen ausgestattet sein. In Herten lag die Quote zum Stichtag bei 21,2 Prozent, rund 900 Systeme waren zu diesem Zeitpunkt installiert. Zum Pflichteinbau zählen unter anderem Verbrauchsstellen mit einem Jahresstromverbrauch von mehr als 6.000 Kilowattstunden sowie bestimmte steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes.
Auch bei Kunden wächst das Interesse an der Technik, etwa im Zusammenhang mit dynamischen Stromtarifen. Denn Smart Meter erfassen den Stromverbrauch zeitlich genau und schaffen damit die Voraussetzung für Tarife, deren Preis sich im Tagesverlauf verändert. Auch Verbraucher ohne gesetzlichen Pflichteinbau können einen vorzeitigen, freiwilligen Einbau beauftragen; für Einbau und Betrieb gelten dann gesetzlich festgelegte Preisgrenzen.
„Der Netzbetreiber wird aber nicht beliebig in den Stromverbrauch eines Haushalts eingreifen können“, sagt Thomas Knels, Abteilungsgruppenleiter Messstellenbetrieb bei den Hertener Stadtwerken. „Eine Steuerung kommt nur dann zum Einsatz, wenn sie aufgrund eines konkreten Netzengpasses erforderlich ist.“
Mit den Rollouts für Smart-Meter- sowie Steuerungstechnik schaffen die Stadtwerke „Schritt für Schritt die technische Basis für ein immer stärker digitalisiertes Stromnetz“, führt Knels aus. „Dabei geht es längst nicht mehr nur darum, Zählerstände digital zu übertragen. Intelligente Messsysteme werden zunehmend zur wichtigen Schnittstelle zwischen Verbrauchern, Erzeugungsanlagen und dem Stromnetz.“ Bis zum Jahresende wollen die Hertener Stadtwerke den Ausbau weiter vorantreiben und die Zahl der installierten intelligenten Messsysteme auf rund 1.500 erhöhen.