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Herten feiert seine Heldinnen und Helden
Foto: Marco Stepniak

Herten feiert seine Heldinnen und Helden

Lesedauer: ca. 2 Min. | Text: Karoline Jankowski

Zur Preisverleihung des Hertener Bürgerpreises 2025 wurden am 21. April engagierte Bürgerinnen und Bürger geehrt, die mit Herz, Zeit und Tatkraft das Miteinander in der Stadt stärken.

Festlich, herzlich und voller Wertschätzung: Am 21. April wurde im Schloss Herten der Bürgerpreis 2025 verliehen – ein Abend, der eindrucksvoll zeigte, was die Stadt im Innersten zusammenhält. Zwischen klassischer Musik, bewegenden Worten und persönlichen Geschichten stand vor allem das Engagement der Menschen, die Herten lebenswert machen, im Mittelpunkt. Bürgermeister Fred Toplak brachte es gleich zu Beginn auf den Punkt: Ehrenamt sei keine Selbstverständlichkeit. Es bedeute, „Zeit zu schenken, Kraft einzusetzen und Herz zu zeigen“. Genau das schaffe Nähe, Vertrauen und Zusammenhalt. Gerade in einer Zeit, die von Tempo, nicht immer guten Nachrichten und Anonymität geprägt ist, seien es diese Menschen, die das soziale Gefüge stärken.

Vier Auszeichnungen mit vier ganz unterschiedliche Geschichten

Bodo Ladwig wurde für seinen langjährigen Einsatz in Bertlich geehrt. Mit den „Bertlicher Straßenläufen“ organisiert er Jahr für Jahr ein Event, das weit über den Stadtteil hinausstrahlt. Im Hintergrund sorgt er dafür, dass alles reibungslos läuft. Auch im Gebietsbeirat und in der Siedlergemeinschaft bringt er sich aktiv ein und ist für viele Menschen vor Ort ein verlässlicher Ansprechpartner.

Tina Klimek wiederum steht für gelebte Fürsorge über Generationen hinweg. Ob bei der Tafel, im Projekt „brotZeit“ oder mit der Freizeitgruppe Westerholt 60+: Sie schafft Begegnungen, wirkt Einsamkeit entgegen und organisiert mit viel Herzblut gemeinsame Aktivitäten. Ihr Engagement ist vielseitig und vor allem nah am Menschen.

Ein besonderes Zeichen setzte auch die Ehrung der Familie Wolter. Gemeinsam engagieren sich Bernhard, Monika, Daniel und Thomas Wolter im Handballverein SV Westerholt. Sie organisieren, unterstützen, halten den Spielbetrieb am Laufen und schaffen dabei weit mehr als sportliche Strukturen: nämlich generationenübergreifenden Teamgeist und Zusammenhalt.

Ein emotionaler Höhepunkt war die Würdigung von Andrea Viermann. Seit 2009 leitet sie das Team, das den Früchteteppich in der Pfarreikirche St. Maria Heimsuchung gestaltet, eine in Herten einzigartige Tradition. In seiner Laudatio beschrieb Bürgermeister Toplak sie als jemanden, der bewusst nicht im Mittelpunkt stehen möchte und gerade deshalb umso mehr bewirkt. Was sie gemeinsam mit ihrem Team erschafft, sei weit mehr als ein kunstvolles Arrangement aus Früchten und Naturmaterialien. Es seien Bilder, die Geschichten erzählen, die zum Innehalten einladen und Glauben, Kunst und Alltag miteinander verbinden.

Gemeinschaft gestalten – im Großen wie im Kleinen

Jahr für Jahr entstehen so Werke, die Besucherinnen und Besucher berühren. Oft leise, dafür aber nachhaltig. Hinter jedem Detail stecken Stunden, Tage, Wochen ehrenamtlicher Arbeit, getragen von Kreativität, Hingabe und einem feinen Gespür für Wirkung. „Es ist ein stiller Dienst“, so Toplak, „fast schon eine Form gelebter Nächstenliebe.“

Die Preisverleihung war Festakt und Dankeschön zugleich: an all jene, die sich tagtäglich für andere einsetzen. Stellvertretend für viele weitere Engagierte in der Stadt. Oder, wie es der Bürgermeister formulierte: „Sich zu kümmern macht unsere Stadt menschlicher, wärmer und lebenswerter.“ Ein Satz, der an diesem Abend gesagt, und in jeder Pore gespürt wurde. 

Info
Stadt Herten

Kurt-Schumacher-Straße 2
45699 Herten

www.herten.de

herten.de

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